Entstehung der Schrift

Die Geschichte der Schrift reicht sehr weit zurück. Menschen hatten schon immer das Bedürfnis, ihre Erlebnisse für ihre Nachkommen festzuhalten. Seit Zehntausenden von Jahren benutzen Menschen Zeichen und Bilder, um Botschaften zu hinterlassen.

Als Entstehungsort wird der südöstliche Mittelmeerraum angenommen. Aus geschichtlicher Überlieferung ist zu erkennen, dass das Alphabet schon bei den Phöniziern um ca. 1300 v. Chr. voll ausgeprägt war.

Diese Schrift bestand nur aus Konsonanten, die Vokale wurden zwar ausgesprochen, aber nicht niedergeschrieben. Sie war weitaus leichter zu erlernen als die Keilschrift, welche der Vorläufer des Konsonantenalphabetes war. Die Phönizier übernahmen auch einige Teile aus dem ägyptischen Kulturgutes und somit war der Grundstein für unser heutiges Alphabet gelegt.

Durch den Einfluss des Handels fand dieses Alphabet schnell Verbreitung. Die Verdrängung des phönizischen Handels im Mittelmeerraum durch die Griechen ließ Vokale in die Konsonantenschrift einfließen. Diese Entwicklung dauerte bis zur Zeit Solons im 4. Jh. v. Chr. Die Griechische Schrift bildete in Ost- wie in Westeuropa die Grundlage für zahlreiche Schriften. Unter anderem auch für die lateinischen Buchstaben, wie wir sie verwenden à Römische Capitalis.

Von Schrift kann man aber erst sprechen, wenn ein festgelegtes Zeichensystem zu Ausdruck für verschiedene Informationen zur Verfügung steht. Bereits in der Jungsteinzeit (Neolithikum) wurden Steine mit geometrischen Linien hergestellt, von denen die Forschung mit einiger Gewissheit sagen kann, dass sie zum Zählen dienten, der wahrscheinlich wichtigsten Grundlage der Schriftentwicklung.

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